Schloss Colditz
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Lage

Im Dreieck zwischen Leipzig, Dresden und Chemnitz, im Herzen von Sachsen, an der Zwickauer Mulde gelegen, ist Colditz ein idealer Ausgangspunkt für Entdeckungsreisen durch Sachsen. Man erreicht Colditz über die Autobahn A 14, die Landstraße B 107 oder per Bus. Per Landstraße B 107 wird Colditz frühzeitig sichtbar.

Das Schloss Colditz mit seiner fast 1000-jährigen Geschichte blickt auf wechselvolle Zeiten zurück. Es wurde teilweise verschenkt, vererbt, mehrfach niedergebrannt, wieder-aufgebaut und war im Laufe seines Bestehens Burganlage zur Verteidigung der Stadt, unter Kurfürst August Jagdschloss, wurde von August dem Starken ab 1748 vernachlässigt und verlassen, fungierte später als Arbeitshaus, Armenhaus, Verwahranstalt für unheilbar geistig Kranke, Krankenhaus, Gefängnis .....

Heute überragt es hoch auf dem Felsen am Ufer der Mulde die Stadt und ist Hauptanziehungspunkt für Touristen aus der ganzen Welt. Diese Berühmtheit verdankt es vor allem seiner Funktion während des 2. Weltkrieges als Gefangenenlager für alliierte Offiziere, besonders aus England, Frankreich, Belgien, Holland und Polen.
Weltweit existieren nahezu 100 Publikationen (Filme, Romane, Tatsachenberichte) über die Erfahrungen der Inhaftierten und ihre spektakulären Fluchtversuche. Das bekannteste davon ist „The Colditz Story“ von P.R. Reid, das in viele Sprachen übersetzt ist.
Im Fluchtmuseum des Schlosses können „Originalschauplätze“ und selbst gefertigte Werkzeuge der Gefangenen besichtigt werden. Die Ausstellung von Aquarellen des britischen Kriegsgefangenen William F. Anderson geben eindrucksvoll das Lagerleben wieder. Die zahlreichen Fluchtstories illustrieren Intellekt, Mut und Standhaftigkeit der Gefangenen.
Aber auch die sächsische Geschichte kommt nicht zu kurz. Während der Bau- und Restaurierungsarbeiten wurden wertvolle Gegenstände und Einrichtungsteile aus dem Mittelalter entdeckt, die dem interessierten Touristen in der Ausstellung zur Baugeschichte im Fürstenhaus gezeigt werden.

Doch Colditz hat seinen Besuchern noch mehr zu bieten. Der Marktplatz mit original restaurierten Bürgerhäusern, dem Renaissancerathaus von 1657 und den angrenzenden Gassen haben ihren eigenen Charme. Ein Aufenthalt im Freisitz des Schlosscafés (italienisches Eiscafé) bei Sonnenschein, leckerem Eis, Kaffee und Kuchen lassen in der anheimelnden Umgebung Raum und Zeit vergessen.

Oberhalb des Marktplatzes ist die Stadtkirche St. Egidien neben dem Schloss zu sehen, die gemeinsam die Silhouette von Colditz bestimmen. Der imposante Bau wurde 1286 erstmals erwähnt und ist heute neben seiner Funktion als Zentrum des religiösen Lebens wegen seiner Akustik Kulisse für Konzerte der Colditzer Liedertafel, dem Männerchor der Stadt, der auf eine 150-jährige Tradition zurückblicken kann.

Im heimatgeschichtlichen Museum in der Tiergartenstraße erfährt man Interessantes über Stadt und Leute.
Schlossführungen werden in Deutsch und Englisch angeboten.

Ein berühmter Sohn der Stadt ist der Wissenschaftler und Numismatiker Johann David Köhler (1684 - 1755). Sein Geburtshaus an der Kirche wurde 1656 erbaut und beherbergt heute den Fremdenverkehrsverein Muldenland. Mit seinen wechselnden Ausstellungen über Numismatik, Kunst und Geschichte ist es ein wichtiger Teil des kulturellen Lebens in Colditz.

Wer durch die Stadt bummelt, wird oft dem Namen der Kurfürstin Sophie begegnen. Straßen, Plätze, die Apotheke und das Colditzer Gymnasium sind nach ihr benannt. Damit wird das soziale Engagement der Witwe von Kurfürst Christian geehrt, die im 17. Jh. (1603 - 1622) ihren Sitz auf Schloss Colditz hatte.

Die unmittelbare Umgebung von Colditz ist ein Mekka für Wander- und Naturfreunde. Vom Heimatturm, der 1901 in nur 10 Wochen erbaut wurde, hat man einen wunderbaren Blick auf Stadt, Fluss und Wälder. Die Sage erzählt von der „Schwindelbrücke“, die jedem, der eine Lüge von sich gibt, zum Verhängnis wird.
Der Tiergarten mit seinem Wildgehege wurde im 16. Jahrhundert von Kurfürst August zu Zwecken der Jagd angelegt. Hier kann man sich bei einem Spaziergang wunderbar von den Strapazen des Alltags erholen.
Im Sommer ist das Waldbad, das Mitte der 90er Jahre modernisiert wurde, Anziehungspunkt für Badelustige aus Nah und Fern (durch Solaranlage auch bei kühlem Wetter nutzbar). Campingtourismus ist hier möglich. Colditz hat auch eine Jugendherberge.

Für passionierte Wanderfreunde ist der Colditzer Forst mit seinem System von Wander-wegen genau das Richtige. An der neugestalteten Parthenquelle kann man sich auch heute noch mit dem labenden Nass erfrischen.

Ein Radwegenetz entlang der Mulde wird von Einheimischen und Touristen genutzt, um die nähere Umgebung zu erkunden. Rad- und Kanuverleih, Reiten, Tennis und Gleitfliegen sind nur ein Teil des sportlichen Angebotes.

Für Kurztrips oder eine Tagestour ist die Kreisstadt Grimma ideal - mit dem Stadtwald, der Muldenfähre und Muldenschifffahrt, dem Göschenhaus und -park sowie der Gattersburg, einem kleinen Schlösschen über der Mulde und dem Kloster Nimbschen, aus dem einst Luthers Frau, Katharina von Bora, flüchtete, u.v.a.

Besuche im Wasserschloss Podelwitz, in Bad Lausick, der Bäderstadt mit modernstem Erlebnisbad; der Ringelnatzstadt Wurzen oder den Schlössern Rochlitz und Trebsen und die Burg Mildenstein sind ebenfalls empfehlenswert.

letzte Aktualisierung: 14.01.2017 15:01 Uhr


projektgefördert durch
Kulturraum Landkreis Leipzig
Schloss Colditz
Öffnungszeiten:
  • April – Oktober
    täglich 10.00 Uhr – 17.00 Uhr
  • November – März
    täglich 10.00 Uhr – 16.00 Uhr
  • 23.12. – 26.12., 31.12., 01.01. geschlossen
Schlossführungen:
(mit Schwerpunkt Geschichte des Offizierslagers 1939 - 1945)
  • April – Oktober
    täglich Führungen 10.30 Uhr/13.00 Uhr/15.00 Uhr
  • November – März
    täglich Führungen 11.00 Uhr/14.30 Uhr
    nur nach Voranmeldung
Eintritt:
Bitte beachten Sie, dass nur BARZAHLUNG möglich ist.
  • Fluchtmuseum
    4,00 Euro
  • Schlossführung
    9,00 Euro
  • reduzierter Tarif
    7,50 Euro
    (Schüler, Studenten, Schwerbeschädigte)
  • Gruppe
    (ab 16 Personen) 7,50 Euro pro Person
  • reduzierter Gruppentarif
    (ab 16 Personen) 5,50 Euro pro Person (Schüler, Studenten, Schwerbeschädigte)
  • Familienkarte
    29,50 Euro
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